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Die Geschichte des Müllerhauses „Ciasa Al Mornà“

Vom Müllerhaus zu dem Chalet in den Dolomiten

Design Müller

Vor dem Aufblühen des Tourismus in den Ladinischen Tälern, wovon heutzutage viele Familien leben, lebte die Bevölkerung eine Subsistenzwirtschaft, wo kleine wirtschaftliche Einheiten ihre Produkte verkauften und unabhängig vom Markt waren. Trotz Höhenlage und Wetterkonditionen bauten die Bauern in Campill bereits im XV Jahrhundert Roggen, Gerste, Hafer, Bohnen und Kartoffeln an.

Seit dem Jahr 1700 wurden Wassermühlen gebaut, um die Getreidekörner zu Pulver zu zermahlen und somit zu Mehl. Die Mühlen hatten zu der Zeit eine große Bedeutung in Campill, sodass man bis zu 40 verschiedene Mühlen zählen konnte. Die Wichtigkeit dieser Bauten in der lokalen Wirtschaft als auch in der Ortsnamenforschung ist deutlich erkennbar, denn das ursprüngliche Gebäude des heutigen Chalets hieß damals „Al Mornà“, was in deutscher Sprache ‚Beim Müller‘ bedeutet und die Örtlichkeit wo das Haus erbaut wurde hieß „Plan Morin“, was auf Deutsch wörtlich ‚Ebene der Mühlen‘ bedeuten würde.

Der Ortsname Plan Murin stammt aus der Konzentration von Strukturen, welche die Kraft des Wassers nutzten. In der Ortschaft „Plan Morin“ gab es neben der Mühle „Al Mornà“ ein venezianisches Sägewerk, einen Schmied und weitere drei Wassermühlen, die alle durch denselben Wasserlauf angetrieben wurden.

Die Betreiber der Mühlen in Campill haben nie als eine Einheit gearbeitet, sondern alle unabhängig, denn die Mühlen dienten nur dazu, die Bedürfnisse der einzelnen Betreibern und Besitzern zu stillen.

Design Antermeia

Das Haus „Al Mornà“ war die Ausnahme von der Regel, ein Sonderfall, denn diese Mühle war die Einzige, die für andere Menschen gegen Bezahlung mahlte. Im Jahr 1756 erbaut und im Jahr 1770 fertiggestellt, wie es durch das Fresko auf der Fassade noch sichtbar hervorgeht, war das Gebäude das Einzige, dass aus Betonmauern gebaut wurde und das Einzige, dass einen wohnbaren Bereich enthielt. Während fast alle anderen Mühlen nur zweimal im Jahr im Betrieb waren, denn man mahlte tendenziell im Herbst und im Frühling Tag und Nacht, war die Tätigkeit der Mühle „Al Mornà“ konstanter, auch wenn die Arbeit des Müllers nicht genug war, um den Hunger einer Familie zu stillen.

Die Bauweise einer Mühle und das Handwerk des Müllers sind mit dem Vergehen der Zeit ausgestorben. Die Bewegungen und der Klang der schweren Holzräder mussten sich am Beginn des Maschinenzeitalters ergeben. Die Mühlen sind jedoch heutzutage immer noch Zeugen des damaligen alltäglichen Lebens und der Geschichte des Gadertals.

Im Chalet Mornà bemühen wir uns die Erinnerung an die Vergangenheit lebhaft zu erhalten.